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Klicktipp: „ofra – online archiv frauenpolitik“ – Portal des Johanna Dohnal Archivs

ofra ist ein Projekt des Johanna Dohnal Archivs und des Bruno Kreisky Archivs (Web).

Die zweite Frauenbewegung machte ab dem Ende der 1960er Jahre Geschlechterdifferenz, geschlechtsspezifische Diskriminierung und Emanzipation wieder zum politischen Thema.

ofra (Web) stellt dazu Originaldokumente, Fotografien und Plakate aus dem Umfeld der institutionellen Frauenpolitik aus den Beständen des Johanna Dohnal Archivs und dem Bruno Kreisky Archiv online zur Verfügung. Die Bilder und Texte werden in kurzen Dossiers kontextualisiert und sind nach den folgenden Themenkreisen geordnet: Partizipation / Bildung / Reproduktion / Arbeit / Heim & Herd.

Daneben ist auf der Site ist auch die Online-Version der Ausstellung „Frauentag!“ zugänglich (Web). Dieses Projekt wurde ebenfalls vom Johanna Dohnal Archiv durchgefürt und 2013 anlässlich „100 Jahre internationaler Frauentag“ in Wien und Hittisau gezeigt.

In den 1970er Jahren wurde das neue Politikfeld “Frauenpolitik” auch in Österreich institutionalisiert: Seit 1971 durch ein Staatssekretariat für “Familienpolitik und Frauenfragen” im Bundeskanzleramt. 1979 ernannte Kanzler Bruno Kreisky vier neue Staatssekretärinnen, zwei davon für die Belange von Frauen: Franziska Fast im Sozialministerium; Johanna Dohnal, die damalige Wiener Frauensekretärin der SPÖ im Bundeskanzleramt. Ihre Position wurde 1990 zur Bundesministerin aufgewertet. Anfang 2000 wurde das Ministerium abgeschafft, 2006 wieder eingeführt.

“Gleichberechtigung” war das zentrale Thema institutioneller Frauenpolitik in den 1980er- und 1990er-Jahren, “institutionalisierte” Frauenpolitik war und ist allerdings nicht ohne autonome Frauenbewegung denkbar. In historischer Perspektive erweisen sich “autonome” und “institutionalisierte” Frauenpolitik als unterschiedliche Konzepte, die sich von einander abgrenzen, die sich aber gegenseitig brauchen, um denkbar und machbar zu sein. Das wird auch an vielen der im Folgenden präsentierten Dokumente sichtbar.

ofra (Web) begreift sich als “work in progress”: Die Datenbasis wird ständig ausgebaut und durch Dokumente ergänzt.