Begrüßung Christa Bittermann-Wille

Es freut mich ganz besonders, Sie heute als stellvertretende Vorsitzende des Vereines zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen, kurz frida genannt, hier begrüßen zu können und möchte mich gleich vierfach bedanken:

Zu danken haben wir dem Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank, dem ehemaligen Wissenschafts- sowie Sozialministerium, die das Projekt kolloquiA 1998-2000 gefördert haben.

Besonderer Dank gilt dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, im speziellen der Abteilung VII,B1 (Statistik, Information, Berichtswesen und Frauenförderung), die mit der Edition der Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft und der Aufnahme unserer kolloquiA als mittlerweile 11. Band der Reihe sich zum zweiten Mal eines informationswissenschaftlichen Themas annimmt. Wir alle erinnern uns noch sehr gut an die Präsentation von thesaurA, des österreichischen Frauenthesaurus, des 5. Bandes der Materialien 1996, der inzwischen eine große Verbreitung und Erfolgsgeschichte aufzuweisen hat. Unter dem Dach dieser Reihe fühlt sich frida sehr gut aufgehoben – wir haben die Buchform auch bewusst einer online oder „book on demand“ Publikation vorgezogen!

Weiterer Dank gilt der Österreichischen Nationalbibliothek und ihrer Direktorin Frau Dr. Rachinger, die uns die Möglichkeit gab, das Buch hier zu präsentieren – von den Berührungspunkten haben wir ja bereits gehört.

Nicht zuletzt gilt der Dank von frida besonders der Projektleiterin und Autorin Helga Klösch-Melliwa, die sowohl die Arbeitsgruppe als auch das Mitarbeiterinnenteam von kolloquiA fachlich kompetent, souverän, unermüdlich, koordinierend und straffend von der Idee über die Konzeption, von der Verwirklichung bis zur Drucklegung 2 Jahre geführt hat.

Ich glaube, wir alle können stolz sein auf dieses kompakte Werk, das auch die gute Zusammenarbeit und unseren Teamgeist zum Wohle der Vernetzung und Förderung von Fraueninformation im umfassenden Sinne dokumentiert. Wir selbst haben damit ein Instrumentarium zur Hand, das uns in unserer klassischen Bibliotheks- und Dokumentationsarbeit begleiten wird, uns für das informationstechnologische Zeitalter ‚rüstet‘, und das Selbst- und Fremdbild unseres Berufes neu definiert. Da wir aus den verschiedensten autonomen und institutionellen Bereichen kommen, hat mir die Metapher der „Texturen“, die von Helga Klösch-Melliwa für die einzelnen Abschnitte des Buches gewählt wurde, ganz speziell gefallen: Ich zitiere Helga:

„kolloquiA ist in der Struktur eines Hypertextes gedacht und setzt sich wie ein Gewebe aus differenten Perspektiven und unterschiedlichen Prämissen zusammen, die letzlich doch strukturiertes Wissen präsentiert…“

Auf einzelne fachliche „Links“ werden die nächsten Rednerinnen ja noch zu sprechen kommen.

Unserem Verein wünsche ich noch viele „Kolloquien“ (=wissenschaftliche Unterredungen) und interessante Projekte – die Themen werden uns nicht ausgehen – und weiterhin eine so wunderbare Zusammenarbeit und Frauenfreundschaft. Und jetzt sind wir alle gespannt auf die inhaltlichen Ausführungen zum Thema.